Die Heimat hat mich wieder
Zwei Wochen ist es jetzt her, seitdem ich aus Kanada zurück gekommen bin, und der normale Alltag hat wieder Einzug gehalten. In der ersten Woche hatte mich der Jetlag noch recht intensiv beschäftigt, mehr auch als ich das von früheren Reisen in Erinnerung hatte. Abends ins Bett zu gehen war kein Problem, aber morgens um 3 Uhr (also 18 Uhr in Kanada) war mein Körper offenbar der Meinung, es wäre jetzt Zeit für Abendunternehmungen, und dann war die Nacht vorbei. Im Lauf der Woche hatte sich das zwar etwas eingependelt, aber die meisten Tage war ich dann zur leichten Überraschung meiner Kollegen gerne mal schon um 7 Uhr im Office – was definitiv nicht meine normale Zeit ist 🙂
Nach 4 Tagen wollte ich mir in der Apotheke dann Melatonin zum Durchschlafen besorgen, nur um dort zu erfahren dass das in der Schweiz rezeptflichtig ist. Als Alternative bot man mir ein Allergiemittel für Off-Label-Use an, da die ja bekanntlich müde machen 🙂 Darauf ebenso wie auf einen Arztbesuch hatte ich aber keine echte Lust, also habe ich mich halt durchgekämpft, und weiss jetzt was ich beim nächsten Besuch im benachbarten Ausland einkaufen werde.
Aber wie auch immer, inzwischen ist das durch, und ich bin wieder voll in meinen Themen bei der Arbeit und der langen To-Do-Liste im Privaten, die ich im Sommer auf “das mache ich dann irgendwann nach den Ferien” verschoben hatte. Auch diese Reise hat mich wiedermal darin bestätigt, wie schön solche Roadttips sind; ich hätte also rein von der Wanderlust her problemlos und gerne noch einige Wochen Monate on Tour verbringen können. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass die 3 Wochen mir wesentlich länger vorgekommen sind, und ich in der Zeit wirklich den Kopf frei hatte. Und so soll es doch sein!
Ein kurzer Rückblick
Wie immer an dieser Stelle ein paar Statistiken und Daten rund um die Reise. Ich pflege ja seit Jahren eine länderspezifische Checkliste, die ich nach jedem Urlaub aktualisiere, um mir beim nächsten Mal beim Packen zu helfen. Dieses Mal war ich tatsächlich ziemlich gut, bis auf ein paar Kleinigkeiten ist es tipptopp aufgegangen, und die sind bereits in die Liste eingeflossen.
Der Reiseweg: ich habe mit den Toyoto 4Runner insgesamt 3063 Kilometer in 17 Fahrtagen zurückgelegt, also rund 180 Km im Schnitt pro Tag. Dafür habe 394 Liter Benzin verbraucht, was einem Schnitt von 12.8 Litern entspricht. Nicht gerade wenig, aber für das was der Bolide im Offroad-Bereich geboten hat sicherlich etwas, das man erwarten musste. Dank des guten Wechselkurses von 0.6 CHF pro CAD habe ich dafür aber nur 452 Schweizer Franken bezahlt, also rund 1.15 CHF pro Liter … solche Preisregionen sind in Europa doch schon sehr lange her.
Die Foto-Statistik: auf dieser Reise hatte ich 2 Bodies dabei, die Nikon Z8 und die Z9, sowie das 100-400mm Tele-Zoom und das 24-120 Immerdrauf, sowie die DJI Mini Pro 4 Drohne mit 3 Akkus. Das Weitwinkel hatte ich dieses Mal nicht mitgenommen (und auch nicht vermisst), das 800er Tele Prime hatte ich schweren Herzens daheim gelassen, aber auch nur bei der Bärenplattform in Bella Coola wirklich vermisst. Abgerundet wurde das Ganze durch das iPhone 15 Pro für Schnappschüsse.
Fotos insgesamt: 7’691
- Mit dem Tele: 4’709
- Mit dem Standard: 1’585
- Mit der Drohne: 237
- Mit dem iPhone: 1’160
Ich bin froh, dass ich jeweils jeden Tag die Fotos direkt durchgesehen, entwickelt und in den Reisebericht eingebaut hatte – das war an manchen Abenden zwar durchaus etwas anstrengend, aber wenn ich jetzt knapp siebeneinhalbtausend Fotos en bloc bearbeiten müsste, weiss ich nicht wann ich mich an diesen Berg machen würde. 1’115 der Fotos sind in meinem “Die behalte ich”-Ordner gelandet, etwas über 1’000 haben es in den Reiseblog geschafft.
What’s Next?
Der Ausblick auf die nächsten Reisen hilft ja immer, sich mit den Unwägbarkeiten des normalen Alltags abzufinden 🙂 Wer meine letzten Epiloge gelesen hat weiss aber auch, dass die Planungen dort auch nicht immer aufgegangen sind; gerade bei längerfristigen Plänen ist das halt immer schwierig. Für dieses Jahr stehen keine grösseren Pläne mehr auf dem Programm; ein langes Wochenende im November und der Break über Weihnachten/Neujahr, das war es dann aber auch schon für 2026.
Im neuen Jahr findet dann hoffentlich (was die Eisverhältnisse angeht) unsere traditionelle Tour nach Schweden im Januar statt; im Frühjahr steht dann die früher schon immer wieder angedachte Tour mit dem Glacier Express nach Zermatt in der Planung, und gegen Ende 2027 habe ich bei Stefan Forster die Fotoreise nach Argentinien/Chile/Bolivien aufs Altiplano gebucht, für die ich im 2024 keinen Platz mehr ergattert hatte.
Für die Zermatt-Reise gibt es sicher wenigstens einen Kurzbericht hier (sofern sich das Wetter als fotogen bestätigt). Fürs Altiplano rechne ich mit einem zeitversetzten Reiseblog; erfahrungsgemäss reicht bei Reisen mit Stefan die Zeit kaum dafür, um unterwegs genug Schlaf zu bekommen, geschweige denn auch noch für 3-4 Stunden pro Tag Bilder zu entwickeln und Reisebereichte auszuformulieren – das werde ich dann wie bei Spitzbergen unterwegs vorbereiten, und dann zurück zu Hause in Ruhe nacharbeiten. Bis dahin ist ja aber erstmal noch einen Moment 🙂


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