Oder, um den Titel des heutigen Berichts anders zu formulieren: der heutige Tag war nicht viel anders als der gestrige.
Wie vorhergesagt ist das Wetter fast genau wie gestern als ich aufwache; grau und grau bei 13 Grad.
Der Tag verläuft also recht ähnlich; ich lese mich erstmal durch die Nachrichten aus aller Welt (Kanada soll/will also assoziiertes Mitglied der EU werden? Die beste geopolitische Nachricht seit langem, und tatsächlich ein Thema das die Leute hier auch positiv beschäftigt) und stehe dann gemütlich auf.
Zum Frühstück fahre ich wieder nach Port McNeil; erst hole ich im IGA Supermarkt nochmal Nachschub an Mineralwasser, dann hole ich mir im Mugz 2.0 Coffee House einen grossen Kaffee und eine Scheibe Maple Walnut Cake für den Weg.
Auf dem Rückweg nach Telegraph Cove halte ich noch an der Tankstelle; der Tank des 4Runner ist bereits wieder halbleer, das ist zumindest hier im Norden bei den Roadtrips immer das Signal für mich, dass es Zeit wird aufzutanken. Die Preise sind hier nochmal höher als in Bella Coola, aber mit umgerechnet 1.25 CHF nach wie vor massiv günstiger als zuhause.
Ich nutze ausserdem die Gelegenheit, und befreie in einer von drei Selbstwaschboxen den kleinen Dreckspatz den Toyota vom übelsten Schmutz der letzten 10 Tage. Ich bin nicht sicher, ob man mit den Aufbauten an Dach und Heck in eine richtige Waschanlage fahren darf, also investiere ich 8 CAD und 10 Minuten in eine Grobreinigung. Der Wagen wird nicht ganz sauber dabei (unglaublich, wieviel Erde und Staub beim Abspülen herunterkommen!) aber man kann zumindest wieder aus allen Fenstern schauen und die Firmenaufschrift lesen.
Am Nachmittag materialisiert sich die MeteoBlue Vorhersage, und für ein paar Stunden reisst der Himmel auf und es wird sonnig. Für einen möglichen Ausflug nach Alert Bay, wie gestern im Blog angedacht, ist es da aber schon zu spät. Die Insel heisst übrigens Cormorant Island, Alert Bay ist die Ortschaft darauf (das hatte ich gestern falsch zusammengefasst).
Ich mache dafür eine kleine Wanderung durch die Umgebung und am Strand entlang; wie man sieht, wird Alert Bay offenbar auch von Kreuzfahrtschiffen angelaufen – auch in dieser Hinsicht war es gut, dass ich nicht dorthin gefahren bin… ich kenne aus Alaska ja gut die Zustände vor Ort, wenn die Kreuzschifffahrttourisen wie Heuschrecken über einen kleinen Ort herfallen.
Nach einer knappen Stunde beginnt der Himmel bereits wieder damit, sich zuzuziehen, und ich kehre zurück in meine Cabin. Kurz danach sieht es draussen wieder so aus:
Den Rest des Nachmittags passiert nichts Spannendes mehr; ich fange schonmal damit an, meine Siebensachen zusammenzupacken, damit ich morgen vormittag zum Check-out gut wegkomme, und am Abend gibt es eine Pizza zum Dinner, die aber leider auch nicht wirklich berichtenswert ist.
Morgen endet mein Aufenthalt in Telegraph Cove bereits; es geht dann für eine Nacht nach Campbell River, das etwa 200 Kilometer von hier entfernt liegt. Diese Zwischenübernachtung hatte ich primär deshalb herausgesucht, weil es den Weg nach Tofino fast halbiert. Am Samstag habe ich dann nochmal 270 Kilometer für die Etappe dorthin vor mir, die aber landschaftlich sehr reizvoll sein sollte (sofernt das Wetter ein bisschen mitspielt).
Auf dem Weg nach Campbell River morgen habe ich noch 1-2 Stopps eingeplant, so dass der nächste Tagesbericht dann hoffentlich wieder mehr Inhalt bietet als die beiden Ruhetage heute und gestern!
Unterkunft: Orca Cabin #2, Alder Bay RV Park & Marina, Telegraph Cove, Vancouver Island (via AirBnB)
Gefahrene Km: 40
Schritte: 4’359
Fotos: 39

















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