Inzwischen bin ich wohl voll aklimatisiert – heute morgen weckt mich zum ersten Mal der Wecker und nicht meine innere Uhr. Es it zwar erst 7.30 Uhr, aber ich hatte gestern für 8.30 Uhr Frühstück bestellt, und möchte noch ein bisschen Neues aus aller Welt lesen bevor ich langsam in den Tag starte.
Sicherlich der grösste “Aha”-Moment heute morgen ist, dass es über Nacht auf 4 Grad abgekühlt hat. Es ist zwar noch nicht ganz soweit, dass ich mir Sorgen um mein Getränk im Auto machen müsste, aber es wird hier definitiv Herbst. Die nächsten beiden Nächte soll es sogar auf 0 Grad abkühlen, was auf jeden Fall gut für die Indian Summer Verfärbungen der Bäume und Pflanzen wäre.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich genügend Layers eingepackt habe – heute kommen also bereits 3 von 5 vorhandenen Schichten zum Einsatz. Aber ich mag das ja – klar war es prima, vorgestern bei 24 Grad in kurzen Hosen in Salton Portable unterwegs zu sein, aber heute mit offenem Schiebedach und Sitzheizung durch die tolle Landschaft zu cruisen ist schon sehr “meins”. Ich liebs 🙂
Aber ich greife vor; kurz vor halb neun gehe ich dann also die paar Schritte hinüber zum Hauptgebäude; ausser mir ist nur noch ein anderes Pärchen um diese Zeit am Frühstücken, und ich nutze die Gelegenheit, während ich auf mein Frühstück warte, um noch Fotos vom Hauptgebäude zu machen.
Die Bibliothek:
Mein Namenskollege Tim, der mir die etwas unglückliche Auskunft zum Dinner gegeben hatte, war bei den alten Besitzern für die Erhaltung der Anlagen zuständig; wie Diane selbst sagt, gibt es da aber noch sehr viel zu tun, weil über die Jahre hinweg vieles liegen geblieben war.
Gute Seele des Teams und offizieller Begrüsser der Gäste ist Oliver:
Hot Narko klingt ja eigentlich eher nach dem Titel einer neuen Netflix Serie, bei denen ein gut aussehender Ermittler gegen Drogenringe vorgeht, aber da ich nichts Bessser vorhabe, warum nicht. Der Weg zum Trailhead führt wieder über Stock und Stein, mit einem normalen Mietwagen wäre ich hier definitiv nicht entlang gefahren.
(A) Ich nähere mich vorsichtig und versuche die Stelle zu umfahren
(B) Ich halte an, steige aus und versuche den Untergrund zu testen
(C) Don’t be gentle it’s a Rental. Ich gebe Gas und freue mich an den Wasserspritzern
Nach der langen Trockenheit im Sommer ist von den “Falls” zwar leider tatsächlich nichts zu sehen, aber die Wanderung zur Aussichtsplattform ist auch so sehr angenehm, und es begegnen mir keine Tiersichtungen (ausser einem Moskito, dem offenbar auch die Kälte der letzten Nacht nichts anhaben konnte).
Nachdem Todd aufgebrochen ist lasse ich noch kurz die Drohne für ein paar Bilder steigen, und mache mich dann auch auf den Weiterweg.
Im Anschluss fahre ich noch ein paar Stellen am Fluss (“Dean River”) ab, in der Hoffnung dort Lachse und damit auch Bären zu finden, aber leider vergeblich. Nur ein zutraulicher Vogel hüpft mir ein paar Mal vor die Linse.
Das Nickerchen tut auch wirklich gut, und nachdem ich wieder halbwegs wach bin und die Fotos des Tages aufs Notebook geladen habe, gehe ich rüber ins Hauptgebäude, mit der Idee, bei einem Glas Wein in der Bibliothek meine Nachbearbeitungen zu machen. Das Vorhaben wird allerdings von Oliver erfolgreich vereitelt; offenbar hat der arme Hund sonst niemanden, der mit ihm spielt 😉 und hat mich schnell als dankbares Opfer auserkoren. Die nächste Stunde spiele ich also mit dem Hund, bevor es Dinner gibt.
Diane schaut kurz rein und berichtet, dass sie noch 2 Gäste in Anahim Lake abholen fährt, die dort mit dem Wasserflugzeug eingetroffen sind. Soweit so normal, aber offenbar hatten die Beiden auch angefragt, ob sie den Weg von dort mit dem Heli kommen könnten (!) – da es aber kein Helipad hier gibt, klappt das leider nicht. Diane erzählt, dass das tatsächlich so oft angefragt wird, dass sie bereits überlegt haben, ob sie nicht doch ein Helipad auf dem Gelände installieren sollen. Ich bin definitiv in der falschen Einkommensgruppe für solche Diskussionen!
Während Diane die Beiden abholen fährt, bekomme ich kommissarisch die Aufsicht über die Räumlichkeiten, was aber de facto keinen Unterschied macht – die anderen noch anreisenden Gäste zeigen sich in dieser halben Stunde nicht, und ich schreibe einfach weiter an meinem Bericht.
Morgen soll es auch nochmal gutes Wetter werden, keine Ahnung was ich mit dem Tag anfangen werde – aber das ist ja das Schöne am Urlaub, man muss nicht immer einen Plan haben! 🙂
Gefahrene Km: (muss ich morgen nochmal schauen. so 180?)
Schritte: 7’558
Fotos: 273



























































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