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So – heute morgen geht die 5-Wochen-Reise also ganz offiziell los!

Obwohl der Flieger vom Flughafen Zürich erst um 10.05 Uhr startet, klingelt der Wecker dann doch bereits um 6.15 Uhr – aufstehen, die letzten Sachen in den Koffer packen, nochmal prüfen ob alle Fenster zu, alle Lichter aus und alle wichtigen Dinge von der Liste eingepackt sind, das braucht einfach seine Zeit und soll dann auch bitte nicht am ersten Urlaubstag schon in Stress ausarten.

Vom Timing her geht aber alles gut auf, um kurz vor 7.30 Uhr verlasse ich das Haus und mache mich auf den Weg zum Bahnhof. Den Wagen werde ich während der Reise auf meinem Tiefgaragenplatz in der Nähe vom Bahnhof unterbringen, und hoffe dass ich ihn dort nach den 5 Wochen dann wohlbehalten und beulenfrei wiederfinde.

Um 7.52 Uhr geht die S-Bahn zum Flughafen Kloten und trifft knapp 10 Minuten später dort ein. Der Fussweg vom Flughafenbahnhof zum Terminal 2 ist dann ebenfalls schnell bewältigt, beim Check-in Schalter von Air Canada ist zwar überraschend viel los, ich komme dann aber zügig dran und werde meine beiden Gepäckstücke schnell los.

Da ich 2 Koffer mitnehmen darf, hatte ich entsprechend grosszügig gepackt, und abgesehen davon dass es etwas mühsam war, den Koffer, die Reisetasche, den Handgepäckskoffer mit der Fotoausrüstung und die Handgepäckstasche mit Laptop & Co. zum Bahnhof und durch den Flughafen zu manövrieren, ist das ingesamt schon eine sehr feine Sache. Zum Glück wurde das Gepäck dann auch direkt bis zum Zielflughafen Whitehorse durchgecheckt, so dass ich später bei der Zwischenlandung in Vancouver keinen Stress damit haben sollte. Ein kurzer Abstecher zur lokalen UBS Filiale muss noch sein, um ein paar kanadische Dollar Bargeld zu holen, bevor es anschliessend den traditionellen pre-flight Kaffee bei Starbucks gibt.

Die Security Kontrolle in Zürich läuft (wie meistens) zügig und effizient durch, und im Gegensatz zu sonstigen Langstreckenflügen erwischt der Statistik-Piepser dieses Mal nicht mich, sondern den Herrn hinter mir zur Gepäck- und Kamera/Notebook-Wisch-Kontrolle.

Danach geht es durch die neue automatisierte Passkontrolle und mit den Shuttlezug hinaus zu den E-Gates, wo ich noch eine gute halbe Stunde bis Boarding habe, die ich in der neu gestalteten Swiss Lounge verbringe – schön ist es geworden, sehr grosszügig angelegter Bereich mit viel Platz.

Das Boarding um 9.25 Uhr geht dann auch schnell über die Bühne, und wenig später sitze ich bereits mit dem ersten Glas Champagner auf meinem super bequemen Platz 3K. Air Canada hat für diese Strecke ihre neuen Dreamliner (Boeing 787-8) aufgeboten, die mit der neuesten Version ihrer Business Class Sitze in einer 1-2-1 Konfiguration  ausgerüstet sind – jeder Sitz hat so direkten Zugang zum Gang, ohne über jemanden drübersteigen zu müssen. Dazu kommt noch sehr viel Platz und Stauraum, und für später liegt eine Matratzenauflage, Decke und Kissen bereit, mit der sich der Sitz in ein 2.05m langes Bett verwandeln lässt. Der perfekte Start in den Urlaub!

 

Kleiner Gadget-Touch: die Fenster im Dreamliner haben keine Verdunkelung aus Plastik mehr; statt dessen ist in jedes Fenster eine Folie eingebettet, die sich per Knopfdruck in 6 Stufen elektrisch verdunkeln lässt.

Verdunkelt:

Und voll lichtdurchlässig:

Mein Platz hat 2 eigene Fenster, aus denen ich einen sehr guten Blick habe – leider aber nur am Anfang auf Landschaft, danach nur noch auf Wolken, da der Himmel unter uns fast die ganze Zeit stark bewölkt bleibt.

 

Kurz nach dem Start beginnt dann auch bereits das Verpflegungsprogramm. Nach einer warmen Nussmischung bekommt man die Vorspeise serviert….

… als Hauptgang gibt es Rindsfilet («der Lachs ist leider schon aus» – puh, Glück gehabt!)…

…und zum Nachtisch Eiscreme (den Käse mit Port zuvor habe ich weggelassen).

Satt, zufrieden und müde legt sich praktisch die ganze Kabine direkt danach zum Nickerchen hin, und ich bekomme auch knapp 3 Stunden Schlaf. 2 Stunden vor Ankunft gibt es zum Aufwachen noch eine leichte Mahlzeit, und dann sind wir auch schon bald in Vancouver!

Keine Sorge, ich habe nicht vor den Blog generell um Foodporn zu erweitern, aber da es draussen heute noch nicht viel zu sehen gab waren das einfach mit die attraktivsten Motive.
Leider gibt es nämlich trotz Fensterplatz keine schönen Aufnahmen von der Stadt Vancouver und Umgebung – in Westkanada brennen auch dieses Jahr nach den trockenen Sommermonaten schon seit längerem die Wälder, und der Rauch hängt wie eine Nebeldecke über der ganzen Gegend:
Beim Landeanflug auf rund 700 Meter Höhe:
Erst ab ca. 200 Höhenmeter sieht man einigermassen etwas von der Gegend, sehr schade.

 

Am Flughafen Vancouver verläuft zunächst alles problemlos, allerdings scheint es nur wenig Passagiere zu geben, die hier landen und dann einen Anschlussflug in Kanada haben. Internationale Verbindungen und Flüge nach USA sind deutlich ausgeschildert, Inlandsflüge hingegen gar nicht.
Ich bewege mich also in Richtung Immigration und vermute, dass man erst dort durch muss und anschliessend ins Domestic Terminal gelangt. Die Annahme wird noch durch eine laute Mitarbeiterin des Flughafens gestützt, die vor der Immigration steht und alle 20 Sekunden lautstark verkündet dass «all foreign passports to the left» gehen sollen. Ich stelle mich also links in die Schlange der Ausländer und entdecke ein paar Minuten später eher zufällig ein kleines Schild, das «Canadian Connections» anzeigt – und zwar in einer ganz anderen Richtung! Also nix wie raus aus der Schlange und dem Schild gefolgt, und siehe da – kaum Leute vor mir, nur ein Immigration Officer, und 5 Minuten später bin ich nach ein paar Fragen zu meinem Reisezweck offiziell eingereist!

 

Ein Bus bringt uns Inlandsweiterreisende dann über eine Riesenbaustelle zu einer Behelfsrampe, die ins Domestic Terminal führt. Zum Glück liegt direkt neben dem Gate, in dem in 3 Stunden mein Flieger geht, eine Air Canada Lounge, so dass ich die Zeit bis dahin einigermassen gemütlich verbringen kann (wie zB mit Schreiben dieser Zeilen).
Der Regionaljet von Air Canada startet dann (voll besetzt) gegen 15 Uhr nach Whitehorse, wo wir knapp 2 Stunden später landen.
Noch ein paar spontane Handyfotos mit Impressionen von unterwegs – hier ist es allerdings kein Rauch, sondern normale Bewölkung (und verkratze Fensterscheiben) die uns die Sicht erschweren:

Whitehorse:

 

Whitehorse Airport ist mit zwei Gepäckbändern im einzigen Terminal ein eher überschaubarer Flughafen, aber somit sind wir schnell aus dem Flieger und an der Gepäckausgabe, wo ich meine 2 Gepäckstücke vollständig vorfinde. Mit dem Taxi geht es dann in knapp 10 Minuten ins Hotel Edgewater in der Innenstadt von Whitehorse – den Mietwagen hole ich erst morgen ab.
Zu Whitehorse gibt es heute nicht mehr viel zu berichten, da ich nach dem obligaten Willkommensbierchen nur noch schnell 2 Flaschen Wasser im nahegelegenen Supermarkt besorge und dann langsam die nötige Bettschwere entwickle.
Unterkunft: Das Hotel Edgewater, Whitehorse, Yukon
Gefahrene Km: n/a Taxi

Gelaufene Km: 3.4
Gemachte Fotos: 48