Im Gegensatz zu meinen sonstigen längeren Reisen kann (oder muss) ich dieses Mal nichts selbst planen – die gesamte Tour ist von Reiseleiter und Chef-Fotograf Stefan durchorganisiert, der im Laufe von dutzenden Islandreisen und mehrmonatigen Aufenthalten die Insel ausgiebig erkundet und die schönsten Ecken kennengelernt hat.
Es ist damit auch meine erste geführte Gruppenreise, etwas das mir sonst nicht unbedingt liegt, aber bei so einem Vorhaben kaum anders machbar ist. Wir werden mit einem aufwendig umgebauten Gelände-Bus in Gegenden unterwegs sein, in die man als normaler Tourist nie kommt bzw der alleine nicht bezahlbar wäre, und das mit jemandem der nicht nur die Insel sehr gut kennt, sondern das beherrscht was das verbindende Element der ganzen Reisegruppe ist: der Wunsch, die eindrückliche Natur und Landschaft von Island selbst zu erleben und tolle Fotos davon mit nach Hause zu bringen.
Allgemeine Reiseinformationen: wir werden im August während des Isländischen Sommers bzw Frühherbsts unterwegs sein. Das Hochland Islands ist nur von Juli bis September befahrbar; davor und danach liegt teils meterhoch Schnee. Die Temperaturen im Isländischen Hochland sind stark vom Wetter abhängig und reichen von 0 Grad Celsius mit Schneeregen bis hin zu 25 Grad bei fast 19 Stunden Sonnenlicht am Tag. Nordlichter sind im August nicht allzu wahrscheinlich, schon weil es dafür zu lange hell ist, aber grundsätzlich möglich.
Unsere Planung: zum Start haben wir 2 Tage, an denen wir den Vulkan Fagradalsfjall (Link zu externer Webcam) beobachten wollen. Der Fagradalsfjall ist kein explosiver Vulkan, und Experten vor Ort rechnen hauptsächlich mit dem Ausstoss von Magma / Lava. Auf Hawaii hatte ich von Kilauea damals nur wenige (aber beeindruckende) Momente mitnehmen können, daher will ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, wenn man denn schonmal auf Island ist, und habe die Zusatztage mitgebucht. 2 Teilnehmer der Gruppe werden erst danach zu uns stossen, wenn wir am 5.8. den «offiziellen Teil» der Tour starten.
Denn dann beginnt die eigentliche Reise – eine Woche Hochland und eine Woche entlang der Süd-, Ost und Nordküste. Damit wir auch zu den abgelegensten Orten im Hochland hinkommen, sollten wir ursprünglich mit zwei modifizieren Arctic-Trucks Geländewagen reisen. Dann konnte Stefan aber noch ein echtes Prachtstück auftreiben – eines von nur 2 existierenden Exemplaren eines umgebauten Mercedes Busses, der nicht nur komfortabel im Platzangebot ist, sondern dank riesiger Reifen und flusstauglicher Umbauten den Ausflug ins Hochland jenseits der geteerten Strassen erlaubt!
Im Gegensatz zu anderen Island-Reiseangeboten von Stefan gibt es bei dieser Tour keine Übernachtungen in Zelten, sondern wir werden stattdessen teils längere An- und Rückfahrtstrecken auf uns nehmen und dafür in Hotels übernachten – da ich ein richtiges Bett und eine heisse Dusche am Morgen je länger je mehr schätze, hat das meine Entscheidung für die Reise nur noch einfacher gemacht.
Unsere Reise- und Übernachtungsplanung
Die ersten 7 Tage sind wir noch vorwiegend auf asphaltierten Strassen unterwegs, danach ändert sich das – ab dem 8. Tag sind wir im Hochland. Wir durchqueren das Hochland Islands auf der F26, der Sprengisandur, die von Norden nach Süden führt.
Diese rund 290 Kilometer werden es in sich haben – sie führen jenseits aller normaler Strasen mitten durch die Einöde des mondähnlichen zentralen Hochlands. Am Abend werden wir das einzige im Hochland gelegene Hotel erreichen: das Highland Center Hrauneyjar.
Die nächsten 6 Nächte werden wir in verschiedenen Hotels verbringen, und von dort aus Ausflüge und Wanderungen ins Hochland unternehmen.
Damit heisst es jetzt, die letzten Vorbereitungen zu treffen: Pass und Corona-Impfausweis liegen bereit, in den Koffer kommen nach dem Zwiebelschalenprinzip wind- und wetterfeste Kleidung in mehreren Lagen, und das Handgepäck ist mit Kamera und Objektiven gefüllt.
Was erwartet die geneigten Leser: mein Surface Notebook nehme ich auch mit – damit (bzw mit dessen Vorgänger) hatte ich in den letzten Jahren die tagesaktuelle Live-Berichterstattungen inkl. Fotonachbearbeitung hier im Blog erstellt. Da ich aber davon ausgehe, dass mit den intensiven Tagen dieser Reise kaum die nötige Zeit bleiben wird, das hier wieder so zu machen, werde ich vermutlich erst nach meiner Rückkehr die Tagesberichte hier nach und nach einstellen – ihr kommt dann also wieder in den Genuss von täglichen Updates zum Morgenkaffee, einfach mit ein paar Tagen Zeitversatz.


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