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Das Dilemma

Wer sich an den Epilog meines letzten Alaska/Kanada Berichts erinnert, oder auch an den Abschlussbericht der Spitzbergenreise 2025, weiss dass ich dieses Jahr eigentlich fest vorhatte, im August für 15 Tage nach Grönland zu reisen. Die Reise bei meinem Lieblings-Fotoreisen-Profi Stefan Forster war bereits seit fast 2 Jahren gebucht, was sollte da also noch schiefgehen?

Nun, im Kleinen wie im Grossen hat sich die Welt seither ganz schön verändert, und so war im Januar diesen Jahres absehbar, dass ich die Reise im August nicht antreten können würde. Zum Glück war das noch ein paar Monate vor dem Reisebeginn, und nach einem Diavortrag von Stefan gab es mal wieder gesteigerte Nachfrage nach Reisen mit ihm, so dass ich meinen Platz für Grönland problemlos an einen anderen Interessenten abgeben konnte – und dank des tollen Services bei Forsters sogar ganz ohne Storno- oder Umbuchungskosten, auch weil zu der Zeit die Flugtickets etc. noch nicht namentlich ausgestellt waren.

Die Lösung

Nach einigen Hin- und Her-Überlegungen, wo man in der aktuellen geopolitischen Lage überhaupt noch hinreisen kann und will, bin ich schnell bei Kanada gelandet. Die Reise in 2024 hat mir (abgesehen von den viel zu vielen Menschen in Banff und den umliegenden Landschaften des Nationalparks) schon sehr gut gefallen. Und natürlich kann ich zurück im Job nicht wieder so eine ausführliche Reise machen wie bei den letzten Kanada/Alaska-Reisen; zwei bis zweieinhalb Wochen sollten aber auch als Arbeitnehmer drinliegen.

Über Ostern habe ich dann mit der Hilfe von Claude und den wie immer sehr hilfreichen Reiseberichten im Amerika-Forum eine Reise durch British Columbia gebucht. Claude hat zwar AI-typisch einige Schnitzer in der Planung gehabt, wie z.B. einen unnötigen zusätzlichen Trip mit einer Fähre, oder einer Extra-Übernachtung um 45 Kilometer Fahrtweg zu sparen, insgesamt war das aber schon eine sehr grosse Planungshilfe. Und die Hotel- und Reise-Empfehlungen, die Claude gefunden hat, sind zumindest in meiner anschliessenden Nachprüfung via Google & Reiseforum fast alle sehr gut gewesen.

Die Aufgabe, die ich Claude gestellt hatte, war: ein Roadtrip in British Columbia, der sich in 17-19 Tagen mit einer guten Mischung aus Fahrtagen und Erholung absolvieren lässt, bei dem ich die Chance habe, Bären zu beobachten, und in Gegenden komme, die nicht von Touristen überlaufen sind.

Auf dieser Basis hat «er» mir dann drei unterschiedliche Optionen erstellt, von denen ich mich für die Variante C entschieden hatte: «Abenteuerlich, abgelegen, einmalig: das British Columbia, das die Meisten nie sehen werden«. Im Amerika-Forum war immerhin eine Schweizerin, aus deren Berichten ich schon früher sehr gute Tipps für Alaska herausziehen konnte, bereits zweimal in der Gegend, und hat viele der Empfehlungen von Claude bestätigt. Also habe ich mich darauf eingelassen.

In den Tagen nach Ostern folgte dann noch jede Menge Anpassung und Feinplanung, aktuell bin ich bei Variante C in der 8. oder 9. Iterationsstufe. Da September der beste Monat ist, um Bären in British Columbia zu beobachten, und es in den abgelegeneren Ecken eben auch weniger Unterkünfte gibt, waren leider alle 4 Lodges, die ich angefragt hatte, bereits ausgebucht. Zwei hatten im Oktober wieder Platz, das ist mir aber doch zu spät.

Das Reiseforum hat mir dann aber Hoffnung gemacht, dass es in Bella Coola, einem abgelegenen Tal mitten in BC und einem der potenziellen Höhepunkte der Reise, von Rangern betreute kostenlose Beobachtungsplattformen am Fluss gibt, wo man ohne besondere Buchungen regelmässig Bären beobachten kann – zumindest wenn die Lachse in dem Umfang unterwegs sind, dass es die Bären auch anlockt. Und allein der Name Bella Coola macht doch schon neugierig, oder 🙂

In den nächsten Tagen werde ich dann noch mehr Details zur Reiseroute zusammenstellen, sobald ich alle Reservierungen erfolgreich abgeschlossen habe, aber aktuell sieht die Grobplanung so aus:

  • Ich fliege von Zürich mit Edelweiss direkt nach Vancouver, und übernehme dort am nächsten Morgen einen Mietwagen (den ich noch buchen muss)
  • Die Reise dauert insgesamt 19 Tage und wird etwa 2’500 Kilometer Fahrstrecke mit dem Auto mit sich bringen, 2 Fahrten mit den British Columbia Ferries, und 8 verschiedene Unterkünfte – darunter eines der schönsten und speziellsten Hotels überhaupt auf Vancouver Island.
  • Ich werde 2.5 komplette Tage in Bella Coola (hoffentlich) nur damit verbringen, Bären zu beobachten
  • An diversen anderen Punkten der Reise stehen noch Tagesausflüge an, auf denen man hoffentlich Wale, Orcas, und anderes Wildlife zu Gesicht bekommt .. eventuell sogar auch nochmal mehr Bären

Genaueres dann hier in Kürze.

Disclaimer: das Titelbild dieses Beitrages wurde mit AI (Perplexity.Pro und einem Prompt von Claude) erstellt