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Nachdem inzwischen klar ist, dass es mit Südafrika und meinem Platz in der Zimanga Private Reserve geklappt hat und ich im Juni zum ersten Mal nach Südafrika gehen werde, stellen sich direkt einige praktische Fragen

  1. Anreise: wie fliege ich am Besten dorthin? Im Gegensatz zu den Reisen mit Stefan Forster ist bei allen anderen Anbietern in der Regel der Kunde für die An- & Abreise ins Veranstaltungsland selbst zuständig, so auch hier.
  2. Braucht es ein Visum?
  3. Welche Impfungen benötige ich allenfalls?

Die Frage nach dem Visum ist als direkt schnell geklärt; für deutsche oder Schweizer Bürger ist kein Visum erforderlich – man bekommt als kurzfristiger Besucher bei der Einreise einen Stempel in den Pass und darf bis zu 90 Tagen bleiben. Der Pass muss über die Rückreise hinaus gültig sein, was bei mir zum Glück der Fall ist.

Impfungen sind nicht zwingend erforderlich, aber dringend empfohlen. Ich denke zunächst «ist ja kein Problem, ich habe ja erst kürzlich vor ein paar Jahren die Dreifachimpfung Tetanus/Diphterie/Perussis machen lassen» aber ein Blick ins Impfbüchlein zeigt, dass «kürzlich» tatsächlich schon fast 11 Jahre her ist! Ein Besuch beim Hausarzt bestätigt, dass man das nach 10 Jahren auffrischen sollte, was er auch direkt macht, und zur Abrundung auch direkt noch die Polioauffrischung mit dazunimmt.

Auch die Impfung gegen Hepatitis A + B ist dringend empfohlen – die habe ich allerdings noch gar nicht. Normalerweise wird Hep A/B in einem Dreifachschema über 6 und 12 Monate hinweg geimpft, das reicht bei mir aber zeitlich nicht mehr. Glücklicherweise gibt es auch noch den Impfstoff Twinrix, den man im Reiseschema innerhalb von 3 Wochen verimpfen kann (plus einer 4. Impfung nach einem Jahr). Da in der Schweiz auch Apotheken impfen dürfen habe ich recht schnell eine gefunden (Medbase in Volketswil) und für April/Mai direkt 3 Termine gebucht, um das auch erledigt zu bekommen.

Malaria ist leider auch ein grosses Thema in Südafrika; hier gibt es nach wie vor keine Impfmöglichkeit. Unser Termin im Juni ist aber einige Wochen nach Ende der Regenzeit, und Zimanga gilt als Niedrig-Risiko-Gebiet – mein Doc rät daher von einer expliziten Prophylaxe ab, gibt mir aber vorsorglich eine Packung von Behandlungsmitteln mit, die ich vor Ort direkt nehmen kann falls ich Fieber bekommen sollte. Darüber hinaus empfiehlt er die afrikatauglichen Mittel von NoBite, die mit 50% DEET daher kommen, um die Mücken fernzuhalten. Ich besorge entsprechende Sprays, und von den Temperaturen her sollte im Juni auch die generelle Empfehlung für lange Hosen und Poloshirts machbar sein.

Anreise: internationale Gäste kommen in der Regel in Johannesburg an, und reisen von dort nach Durban weiter. Von Durban aus sind es ca. 4 Stunden auf gut ausgebauten Strassen bis zur Reserve.

 

Ich verbringe viel Zeit auf Googe Flights, um mögliche Flugverbindungen zu finden. Emirates fliegt mit 4 Stunden Zwischenstopp in Dubai direkt nach Durban, man ist aber relativ lange unterwegs, und Emirates ist nochmals deutlich teurer als die Alternativen.

Die Swiss fliegt ab Zürich direkt in 10.5 Stunden nach Johannesburg, was meine bevorzugte Variante wäre – allerdings gibt mir der Anschlussflug zu denken. Via Lufthansa/Swiss kann man zwar Anschlussflüge mit South African Airlines im Inland buchen, aber SAA hat auf ihren Flügen nur Economy im Angebot – was von der Flugdauer her zwar kein Problem wäre, aber vom Reisegepäck. Da ich ordentlich Fotoausrüstung mitnehmen will, wird der Rucksack kaum unter den Vordersitz passen, und die vollgestopften Overhead Bins in der Eco sind immer schnell belegt. Und ich will auf jeden Fall vermeiden, den Rucksack vor Ort einchecken zu müssen.

Dann gibt mir Daniella, die sich beim Veranstalter um die Logistik kümmert, einen klärenden Tipp – ich soll einen separaten Inlandsflug mit FlySafair buchen. Sie und ein grosser Teil der Reisegruppe wird auf dem gleichen Flug nach Durban sein, und FlySafair bietet eine Premium Economy an, mit der sich die Gepäckfrage an Bord entspannter darstellt. Dass FlySafair zu den sichersten und pünktlichsten Airlines in Afrika gehört hilft auch bei der Entscheidung. Für knapp 200 Euro buche ich einen Hin- und Rückflug von J’Burg nach Durban, und damit ist auch dieses Problem (hoffentlich) gelöst.

Damit bleibt nur noch die Frage nach dem Langstreckenflug – interessanterweise ist der Direktflug Zürich-Johannesburg ohne den Anschlussflug nach Durban deutlich teurer als mit – das klingt wenig intuitiv, ist aber bei den Airlines oft so.

Spasseshalber schaue ich daher mal, was ein Flug ab Deutschland zu meinen Terminen kosten würde, und werde schwer überrascht: ein Flug mit Lufthansa ab Stuttgart via Zürich (der also ab Zürich genau den gleichen Flieger nutzt wie wenn ich direkt von dort fliegen würde) kostet unglaubliche 40% weniger! Das macht die Entscheidung einfach, ich fliege ab/bis Stuttgart.

Gesagt, getan, gebucht!