Nachdem der gestrige Tag sowohl von der Dauer wie vor allem auch von den vielen Eindrücken her doch ziemlich lange war, lasse ich es heute ruhig angehen – was sich dann im weiteren Verlauf auch nicht mehr gross ändern sollte.

Auf meine beiden Textnachrichten an Lisa und Tom (die beiden Locals aus Ninilchik von vorgestern) habe ich leider, wenn auch nicht komplett überraschend, keine Antwort bekommen – entweder hatte ich die Nummer falsch notiert, oder es war halt doch keine so ganz ernst gemeinte Einladung.

Schade, aber letztlich auch kein Beinbruch – nach einem Espresso auf dem Sonnendeck und ersten Sortierarbeiten für die Abreise morgen mache ich mich dann gegen 11 Uhr auf, um bei Captain Coffee einen Cappuccino und bei der Two Sisters Bakery ein BLT Sandwich zum Frühstück zu holen, und setze mich am Bishop’s Beach auf einen schon beim letzten Spaziergang entdeckten Baumstrunk.

Der Strand ist heute fast menschenleer, die Sonne scheint, das Meer rauscht – man kann sicher noch schöner frühstücken, aber die Messlatte liegt damit verflixt hoch:

Danach fahre ich nochmal zum Spit hinaus, auf dem heute merklich weniger los ist, nachdem das lange Wochenende vorbei ist. Dass es überhaupt noch eine spürbare Anzahl Touristen hat ist vor allem dem kleinen Kreuzfahrtschiff zu «verdanken», das am Hafen angelegt hat. Die Kehrseite der Tatsache, dass Labour Day durch ist, sieht man aber auch: in diversen Fenstern hängen bereits Zettel mit «Closed for the Season 2018 – thanks for a great summer!»

Impressionen vom Homer Spit:

Dieser Parkplatz vor 2 Tagen noch gerammelt voll

Nach dem Bummel über den Spit fahre ich den verdreckten Boliden noch schnell durch eine Selbst-Waschanlage, um den gröbsten Dreck loszuwerden. Bei der First National Bank frische ich die US Bargeldvorräte für die nächsten Tage auf, und kehre dann zurück ins Appartement.

Vorher:

Nachher:

Es ist heute nochmal etwas wärmer als gestern, und so lässt es sich auf dem Sonnendeck prima aushalten. Zwischendurch spiele ich mit Ella, plaudere mit Robbie und trinke gegen später noch mit Steve ein Bierchen in der Abendsonne.

Das ist Ella (sie ist nur angebunden wenn niemand in der Nähe ist um auf sie aufzupassen)

Sonnenuntergang:

Ein sehr gemütlicher und angenehmer Abschluss meiner Tage in Homer! Wenn ich im Denali nicht bereits Unterkünfte und Bustouren gebucht hätte, würde ich noch ein paar Tage hierbleiben – der Wetterbericht für die nächsten 7 Tage hier ist unverändert prima, und das Städtchen gefällt mir auch beim zweiten Besuch ausnehmend gut. Aber, Denali ist gebucht, da hilft alles nix, und dort wird es ja bestimmt auch schön 🙂

Unterkunft: Steve’s Apartment on the Bluff, Homer, Alaska
Gefahrene Km: 18

Gelaufene Km: 4.2
Gemachte Fotos: 49